An der Schwelle zum Himmel…
…lauert imer der Abgrund der Hölle! Dies musste auch unser Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in den letzten Monaten seiner politischen Karriere erfahren. Als Senkrechtstarter in der Politik war er plötzlich da. Ein relativ junger Mann mit konkreten Zielen vor Augen, voller Elan und Tatendrang, mit einem charmanten Grinsen ausgestattet eroberte die Sympathien vieler Bürger. Mit der Wahl der ersten Bundeskanzlerin war auch er auf einmal in der Regierung als Minister für Verteidigungswesen. Doch dann geriet er schon letztes Jahr aufgrund einer Unstimmigkeit mit der Bundeswehr in scharfe Kritik, vor allem die Opposition wollte ihren größtmöglichen Gewinn aus dieser Affäre ziehen. So bröckelte das Glanzbild des Ministers.
Jetzt ist es am Zerfallen und diesmal ist es fraglich ob Guttenberg es wieder restaurieren kann. Denn anscheinend liegt der Opposition wirklich viel daran diesen Mann zu schaden. Sie wollen ihm den Doktortitel und seine politische Karriere nehmen und das auch mit allen Mitteln des verbalen Einprügeln. Natürlich mit dem Ziel vor Augen der CDU den Regierungsposten abzujagen. Selbstverständlich ist dies eine Aufgabe oder ein Ziel der Regierungsopposition im politischen System, doch dies sollte nicht in einer Schlammschlacht geschehen. Denn anstatt einen beim Volk beliebten Gegner raus zuschmeißen, kann man oppositionelle Parteien noch ganz woanders treffen. Außerdem gibt es weiß Gott noch genug andere Themen, bei denen sich die Parteien in die Haare kriegen können und dabei auch gleichzeitig auf ein größeres Wohl des Volk diskutieren können. Wie wär’s mit dem Problem Hartz4-Sätze? Was auch immer im Bundestag noch besprochen werden kann, es wäre alles sinnvoller als ein Kreuzverhör mit Guttenberg in der Hauptrolle zu starten!
Immerhin hat die Doktorarbeit nicht viel mit seiner Politik zu tun. Es sei denn, dies war Voraussetzung dafür gewesen, dass er Minister werden konnte. Und wenn dem so wäre, dann ist die Tatsache, dass man sich in die Politik einkaufen kann ja wohl einen größeren Skandal wert als die verpfuschte Doktorarbeit.