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Frühstück bei Kitten

April 27, 2011

Die großen blauen Augen schauen verträumt drein, die glänzenden Lippen kräuseln sich zu einem ehrlichen Lächeln, während die braunen Locken die Unschuld dieses Menschen unterstreichen. Man selbst denkt nur: Oh, sei nicht so naiv. Das kann doch nur böse enden, begreifst du denn den Ernst der Lage nicht?! Und da hat man sich dann dabei ertappt so etwas zu denken, obwohl einen die Denkweise von Kitten eigentlich viel besser gefällt und man weiß wie sehr er das Wort Ernst hasst.

Kitten oder auch Patrick ist eine Person, die mit einer überdurchschnittlichen Lebensfreude und einer fantasiereichen Weltanschauung durch das Leben geht. Nein, nicht geht eher schwebt. Mit seinem träumerischen und positiven Ideen verzaubert er sein gesamtes Umfeld. Kaum einer kann ihm Widerstehen, ausgenommen die erzkonservative und katholische Gemeinde in der er aufwächst. Doch ein paar Wenige freunden sich auch hier mit ihm an. Mit seiner lebendigen Art und einer großen Portion Zuversicht begibt er sich aber immer wieder in gefährliche Situationen, vor allem als er sein Heimatdorf verlässt und nach London reist, die Stadt „die Tag und Nacht auf hat“ und die seine Mutter „verschluckt“ hat. Grade die beschriebenen Eigenschaften und sein Charakter sorgen dafür, dass er von der einen Falle in die andere tappt ohne diese voraussehen zu können. Doch das wirklich beeindruckende ist, dass ihm diese auch in den düstersten und schmerzhaftesten Momenten zur Seite stehen und er sich so aus den verschiedensten Unannehmlichkeiten retten kann.

Patrick Kitten Braden ist eine Film- beziehungsweise Romanfigur aus „Breakfast on Pluto“, verfilmt von Neil Jordan, geschrieben von Patrick McCabe, die wohl dafür gemacht worden ist die Menschen von ihrem grauen Alltag, ihrer Verbitterung und ihrem Pessimismus zu befreien und ihnen neue Lebensweisen zu eröffnen.

Zum Film: schillernd, bunt, humorvoll, zynisch…mit grandiosen Schauspielern wie Cillian Murphy als Patrick Kitten, Liam Neeson als zurückhaltender aber gutmütiger Pastor, Brendan Gleeson und Stephen Rea sind ebenfalls mit von der Partie. Der Soundtrack trägt die selben Attribute des Films und trägt zur Leichtigkeit bei, die dem Zuschauer nach dem Gucken des Filmes überfällt.

Am Ende sieht man sich dem Kitten gegenüber, der einen zu Anfang bezaubert hat. Der das Wort Ernst hasst und diese verträumten blauen Augen hat. Lediglich seine braunen Locken hat er gegen eine blonde Langhaarfrisur eingetauscht.

Faszinierend…!

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