Kleiner Kommentar zu Rüdiger Safranskis “Geschichte einer Freundschaft”
„Ein glückliches Ereignis…“
…war nicht nur die Freundschaft der Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, sondern auch Rüdiger Safranskis Buch dazu „Goethe & Schiller – Geschichte einer Freundschaft“.
Es erzählt, wie diese unterschiedlichen Menschen, denn unterschiedlicher hätten sie nicht sein können: „Intuition und Gefühl bei Goethe, scharfer Intellekt und zäher Wille bei Schiller (…)“, zunächst nebeneinander lebten. Der eine meidet den anderen, der andere sucht nichts sehnlicher als dessen Nähe. Schließlich treffen sie unter günstigeren Umständen als bisher aufeinander, der Grundstein ihrer freundschaftlichen Beziehung. Zunächst sehr kollegial gehalten, später intimer werdend.
Safranski erzählt diese Geschichte in einem sachlichen, aber nicht distanzierten Stil. Er baut auf Fakten zu Leben und Werke der beiden auf und errichtet darauf allgemeingültige aber auch eigene Interpretationen zu Dichtung und Gedanken der Literaturstars. Safranski spart auch nicht an Einzelheiten der Begegnungen und an unterhaltsamen Anekdoten, bleibt aber faktisch korrekt.
So hat er ein Buch geschrieben, welches ein schönes Denkmal dieser Freundschaft von den wichtigsten Dichtern Deutschlands ist. Sehr empfehlenswert für alle Goethe- und Schillerfans, aber auch für jene, die es noch werden wollen. Letzteren ist zu raten Biographien oder Lebensläufe der beiden bereit zu halten, damit der Überblick zu den 10 Jahren worüber das Buch berichtet gewahrt werden kann beziehungsweise sich schärft.